Am Freitag, dem 06.09.2013 fand im Stadtbad Oderberger in Berlin der 8. SKYY VODKA Swap Market statt. Hier wurde getauscht, gequatscht und gefeiert. Alle Einnahmen kamen der Berliner Aids-Hilfe e.V. zugute – Fashion for Charity.

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Der Abend war von Anfang an in 3 Segmente gegliedert: Um 20 Uhr konnten Reporter und Premium Swapper zu erst das Ergebnis von viel Arbeit und Hingabe bewundern; um 21 Uhr öffneten sich die Pforten des Stadtbades  für  alle Swap-Interessierten und zu guter letzt verwandelte es sich unter den Klängen von Djane Bonnie Strange in einen Club.

 

Doch nun will ich ganz am Anfang beginnen. Als ich kurz vor 20 Uhr am Statbad ankam, wurde ich freundlich begrßt und herum geführt. Angefangen bei einem „roten Teppich“ wo Fotos gemacht und Interviews geführt wurden, weiter zu einem pompösen Bogengang von wo aus schließlich eine breite Treppe in den Swap-Bereich führte . Im Mittelbecken konnte man 2 Bars, ein DJ-Pult und Sitz-/ Stehgelegenheiten finden. Zu beiden Seiten führte jeweils eine Treppe nach oben zu den Gängen mit den Kleiderstangen, jeder mit einer Kasse.
Doch wie funktioniert eigentlich das Prinzip des Swappens? Bis zum 05.09.2013 konnte man gut erhaltene Kleiderstücke aus dem eigenen Kleiderschrank gegen Jetons abgeben. Der Wert jedes einzelnen Kleidungsstückes wurde professionell bewertet und mit einem Schild am Kleidungsstück vermerkt. Beim Event konnte man nun mit seinen Jetons „neue“ Kleidung kaufen. Wer im vorhinein nichts abgegeben hatte, musste am Abend aber nicht leer ausgehen, denn man konnte an der Abendkasse Betont 1zu1 gegen Geld eintauschen.

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Zusammen mit dem Designer Dawid Tomaszewski stand Bonnie Strange als Gastgeberin des Abends im Blick aller Anwesenden. Un so hatte ich sie auch gleich zu Anfang schon entdeckt, nach einiger inneren überwindung meiner Nervosität ging ich auf sie zu bat um ein paar Fragen. Sie begegnete mir von Anfang an freundlich und aufgeschlossen, sodass ich mir gar nicht wie bei einem Interview vorkam, sie wahrscheinlich auch nicht.  Deswegen möchte ich auch einfach nur zusammenfassen, was ich über Bonnie Strange an diesem Abend lernte.
Die erste Frage die mir einfiel, war sie es schafft zwischen designen, Musik machen und fotografieren noch schafft Zeit für ihre Hobbies zu finden. Sie erklärte mir, dass vieles an ihrer Arbeit auch ihr Hobby sei und es so eigentlich gar nicht nötig ist, dafür zusätzlich Zeit zu schaffen.  Als nächstes Projekt will sie wieder die Musik ansteuern, da sie sich darin glücklich und verwirklicht sieht.

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Ich habe sie gefragt woher sie das Selbstvertrauen nimmt immer zu tragen was ihr gefällt, ganz egal wie es ankommt. Hier verwies sie auf ihre Vergangenheit in der sie viel für ihren Style ausgelacht wurde, doch sie hat immer nach vorne geguckt und sich immer wieder gesagt, dass Menschen die andere auslachen, sie um deren Mut beneiden. Sie sah es immer mehr als Kompliment als eine Beleidigung. Sie rät allen jungen Mädchen/ Frauen sich solange selbst zu suchen und zu verwirklichen bis sie zufrieden sind, ganz egal was andere über ihren Style denken. Auch Bonnie sieht ihren Stil nicht immer als perfekt an, doch sie bastelt selbst gerne daran herum, bis es ihr zusagt.

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Außerdem vertraute sie mir an, dass Freunde mit das Wichtigste sind. Es geht nicht darum, ob sie den gleichen Style haben sondern darum, dass sie dich unterstützen und lieben wie du bist. Auch Bonnie Strange hatte Zeiten in denen sie sich einsam fühlte, doch sie ist und war immer davon überzeugt, dass jeder mit der Zeit die Menschen findet, zu denen er oder sie gehört.

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Im Laufe des Abends ergatterte ich selbst 2 Kleidungsstücke und verließ spätabends glücklich die Veranstaltung.